UNEP/EUROBATS

17 March 2018

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, 

 

hiermit möchten wir Sie zur  Tagung „Evidenzbasierter Fledermausschutz – was funktioniert wie und warum, und welche Wissenslücken bestehen?“ einladen.

Evidenzbasierter Naturschutz bedeutet Schutz der Natur, der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden beruht. Kern eines solch evidenzbasierten Artenschutzes ist es, stetig bestehendes Wissen und Methoden zu prüfen und zu bewerten, um Schutzmaßnahmen stetig wirksamer zu gestalten und dadurch den Erhaltungszustand von Arten zu verbessern. 

 

Ziel der Tagung 

Auf dieser Tagung soll bestehendes Wissen über die Wirksamkeit von Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen in Synopsis-Vorträgen von Experten zusammengeführt und evaluiert werden. Daneben soll es die Möglichkeit zu Einzelvorträgen sowie Postern zu den jeweiligen Themen geben.

 

Die Tagung wird in einer Kooperation des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung mit dem Bundesverband für Fledermauskunde Deutschland e.V. und dem NABU BFA Fledermäuse organisiert. Sie ist ein erster Schritt, um eine Diskussion anzustoßen, wie man den Schutz von Fledermäusen wirksamer gestalten kann. Dies soll einerseits dem Fledermausschutz zu Gute kommen, andererseits soll es auch den Beteiligten von Planungs- und Genehmigungsverfahren (Gutachtern, Behörden und Auftraggebern) eine größere Sicherheit bieten, sinnvolle und wirksame Maßnahmen zu empfehlen und umzusetzen.

 

Themen

Die Themen, die auf dem geplanten Workshop von deutschsprachigen Experten in dem jeweiligen Feld kritisch auf die bestehende Studienlage und nachgewiesene Wirksamkeit der angewandten Schutzmaßnahmen überprüft werden sollen, umfassen folgende Bereiche des Fledermausschutzes:

•           Gebäudesanierungen (Dr. Guido Reiter, Leiter der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich)

•           Forstwirtschaft (Dr. Markus Dietz,  Institut für Tierökologie und Naturbildung), 

•           Fledermauskästen (Dr. Andreas Zahn, Koordinationsstellen für Fledermausschutz / Silke Voigt-Heucke, Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung)

•           Winterquartiere (Non nomen) 

•           Straßenbau (Markus Melber, Stiftung Fledermaus)

•           Lichtverschmutzung (PD Dr. Christian Voigt, Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung)

•           Standardisiertes Fledermausmonitoring und Fledermausberinung (Dr. Ulrich Zöphel, Fledermausmarkierungszentrale Dresden / Dr. Reinhard Kleinke, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung)  

Weitere Themenfelder, von Interesse sind zudem

•           Landwirtschaft

•           Öffentlichkeitsarbeit und Ausbildung von Fledermausschützern 

Wir werden das Themenfeld Windkraft nicht während dieser Tagung bearbeiten, da wir einerseits bereits eine Umfrage zur Wirksamkeit von Methoden und Maßnahmen in diesem Bereich durchgeführt haben und zum anderen die Komplexität des Themas den Rahmen der Tagung sprengen würde.

 

Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.izw-berlin.de/tagung-zu-evidenz-basiertem-fledermausschutz.html

Saturday, March 17, 2018 to Sunday, March 18, 2018
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