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Protection of house-dwelling species in insulation projects: a position paper of BfN (in German)

Gebäude stellen wichtige Lebens- und Rückzugsräume für verschiedene siedlungstypische Tier- und Pflanzenarten dar. Vor allem eine Reihe von Vogel- und Fledermausarten sind in besonderer Weise vom Lebensraum „Gebäude“ abhängig. Diese Thematik wird schon seit längerem von verschiedenen Ländern, Kommunen und Verbänden aufgegriffen und vorangetrieben.

Gleichwohl weisen die regelmäßig erscheinenden Indikator- und Rechenschaftsberichte zur nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt auf einen ernstzunehmenden Rückgang der Vogelbestände im besiedelten Bereich hin. Ursachen werden neben der zunehmenden Flächenversiegelung im besiedelten Bereich auch in der energetischen Sanierung und Ertüchtigung der Gebäude gesehen, die seit einigen Jahren im Rahmen des nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) sowie verschiedener Förderprogramme des Bundes vorangetrieben werden.

Wenngleich gebäudegebundene Vogel- und insbesondere Fledermausarten umfassend durch das Naturschutzrecht geschützt sind, ist der Vollzug artenschutzrechtlicher Belange durch die lokalen Behörden, aufgrund mangelhafter Ressourcenausstattung, oft nicht möglich. Zugleich fehlt es auch an Wissen und Problembewusstsein auf Seiten der Bauherrinnen und -herren, Maßnahmen zum Schutz gebäudebrütender Bestände anzustoßen und umzusetzen. Gleichzeitig existiert eine Vielzahl preiswerter, attraktiver und bautechnischer Lösungen für die Schaffung neuer Quartiere, die keinerlei Einschränkungen auf energetische Sanierungsmaßnahmen der Gebäude verursachen, aber bislang nur vereinzelt in Anspruch genommen werden.

Ausgehend von dieser Gemengelage initiierte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in enger Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Sommer des Jahres 2015 ein Werkstattgespräch, dessen Ziel es war, die Möglichkeiten zur Integration von Aspekten eines proaktiven Artenschutzes im Bereich der energetischen Gebäudesanierung aufzuzeigen und weiteren Handlungsbedarf auf Bundesebene zu diskutieren. Im Ergebnis wurden durch das BfN Positionen entwickelt, die dazu beitragen sollen, den Schutz gebäudebewohnender Arten zu verbessern, ohne dabei die bauphysikalischen Eigenschaften des Gebäudes zu beeinträchtigen. Dabei kommt dem Bund eine besondere Verantwortung zu, denn dieser kann koordinierend auf die verschiedenen Aktivitäten, insbesondere im Bereich der energetischen Gebäudesanierung einwirken und gleichzeitig zu einer Verbesserung der vorhandenen Rahmenbedingungen beitragen.

Das Positionspapier „Schutz gebäudebewohnender Tierarten vor dem Hintergrund energetischer Gebäudesanierung in Städten und Gemeinden“ sowie der Werkstattbericht können ab sofort auf der Themenseite „Siedlungsbereich“ des Bundesamtes für Naturschutz sowie im Bereich „Positionspapiere“ heruntergeladen werden.

Themenseite „Siedlungsbereich“ im BfN:             https://www.bfn.de/0321_siedlung.html

„Positionspapiere“ im BfN:                          https://www.bfn.de/01_positionspapiere.html

Direktlink zum Positionspapier: https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/siedlung/Dokumente/Gebaeudebruetende_Tierarten_2016_-_Positionspapier.pdf
Direktlink zum Werkstattbericht: https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/siedlung/Dokumente/Gebaeudebruetende_Tierarten_2016_-_Werkstattbericht.pdf

 

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